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Große Anfrage der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag: Seniorinnen und Senioren in Thüringen
15.09.2006
Die Menschen in unserer Gesellschaft werden immer älter. Mit den steigenden Lebenserwartungen erhöht sich auch die durchschnittliche Gesundheit und die Leistungsfähigkeit der älteren Generation. Dies hat große Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben und das Miteinander der Generationen. Die dritte Phase des Lebens wird nicht mehr vor allem durch „alimentierte hilfsbedürftige“ Menschen, sondern zunehmend durch aktive ältere Bürgerinnen und Bürger gekennzeichnet. Immer mehr ältere Menschen wollen nicht mehr nur ein selbstverantwortliches sondern auch ein mitverantwortliches Leben führen und mit ihren vielfältigen Erfahrungen in die Gesellschaft hinein wirken. Die Thüringer Landesregierung muss die neuen Aufgaben, die sich daraus für eine moderne Seniorenpolitik stellen, aufgreifen und neue Wege beschreiten, hin zu einer offensiven Seniorenpolitik, welche die Kompetenzen und Potentiale älterer Menschen in das besondere Blickfeld der Politik rückt.
Strukturelle Rahmenbedingungen 1. Demografische Entwicklung 1. Wie stellt sich die gegenwärtige Altersstruktur in Thüringen dar und wie hat sie sich in den vergangenen 10 Jahren entwickelt? 2. Wie sehen die zukünftigen Prognosen in Thüringen bis 2020 aus? 3. Welche Aussagen gibt es über das gegenwärtige und zukünftige Geschlechterverhältnis in den unterschiedlichen Altersgruppen? 4. Welche Ursachen haben die besonderen sozialen Probleme älterer Menschen? 5. Welche Erkenntnisse bestehen über Selbständigkeit/ Unselbständigkeit älterer Menschen? 6. Wie hoch ist der Anteil älterer Menschen mit Migrationshintergrund? Welche Entwicklung wird es hier geben?
2. Beschäftigungssituation 1. Wie stellt sich die Entwicklung der Beschäftigungssituation älterer Menschen in den letzten 10 Jahren dar (Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung) und welche Trends sind zu erwarten? 2. Wie beurteilt die Landesregierung den zu erwartenden Fachkräftebedarf ab 2010 und wie schätzt sie die Beschäftigungsmöglichkeiten älterer Menschen ein? 3. Wie stellt sich die Arbeitslosigkeit bei älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern dar? 4. Gibt es Erkenntnisse über die Erwerbstätigkeit von Rentnerinnen und Rentnern? 5. Wie fördert die Landesregierung eine bessere Akzeptanz der Unternehmen für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer? 6. In welchem Umfang sind Mittel der Arbeitsmarktförderung des Landes in die Förderung älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geflossen? 7. Welche Erfolge sind durch Arbeitsmarktprogramme des Landes im Hinblick auf die Wiedereingliederung älterer Menschen in den ersten Arbeitsmarkt zu verzeichnen und wie lassen sich diese quantifizieren?
3. Einkommen der Seniorinnen und Senioren 1. Wie ist die Verteilung der Einkommensarten und welche Merkmale kennzeichnen den Rentenbezug älterer Menschen? (Höhe, Dauer, Verteilung, Eintrittsalter) 2. Welche Entwicklungen im Bereich der Alterssicherung zeichnen sich ab? 3. Wie viele ältere Menschen, die nicht in Einrichtungen leben, erhalten Hilfe zum Lebensunterhalt oder Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung? 4. Wie ist das Verhältnis von persönlichen Einkommen und Haushaltseinkommen? 5. Wie sieht die Vermögensstruktur älterer Menschen in Thüringen aus?
4. Familien 1. Wie stellen sich die Familienstrukturen älterer Menschen dar? 2. Liegen der Landesregierung Erkenntnisse darüber vor, a) wie hoch der Anteil der allein lebenden älteren Menschen ist? b) wie viele ältere Menschen mit ihren Kindern in einem Haushalt leben? c) wie viele in räumlicher Nähe ihrer Kinder leben? d) wie viele ältere Menschen von ihren Kindern bzw. ihren Verwandten gepflegt werden? e) wie hoch volkswirtschaftlich betrachtet der Transfer von älteren Menschen zu ihren (erwachsenen) Kindern einzuschätzen ist?
3. Wie beurteilt die Landesregierung den Stellenwert der Solidarität der Generationen innerhalb der Familien für Thüringen? 4. Wie beurteilt die Landesregierung die Auffassung, dass angesichts der demographischen Entwicklung Familien in Zukunft mit der Versorgung und Betreuung älterer Menschen überfordert sein könnten und daher die Familiensolidarität durch gesellschaftlich oder privatwirtschaftlich organisierte institutionelle Lösungen ergänzt werden sollte? 5. Wie beurteilt die Landesregierung die Diskussion um die Sterbehilfe mit Blick auf die innerfamiliäre Solidarität? 6. Die Bundesregierung hat ein Förderprogramm „Mehrgenerationenhäuser“ ins Leben gerufen. a. Wie beurteilt die Landesregierung die Möglichkeit zur Umsetzung dieses Programms in Thüringen? b. Wie ist die Landesregierung und wie sind die Thüringer Landkreise, kreisfreien Städte und Gemeinden einbezogen in die Auswahl von Projekten? c. Wie beurteilt die Landesregierung die Absicherung der Nachhaltigkeit des Programms?
7. Welche Impulse bietet die Thüringer Familienoffensive zur Absicherung der Generationensolidarität angesichts der demographischen Entwicklung in Thüringen? 8. Welche Möglichkeiten sieht die Landesregierung in Mehrgenerationsmodellen und wie werden diese unterstützt?
5. Gesundheit 1. Wie sieht die gesundheitliche Situation älterer Menschen in Thüringen aus? (qualitative, quantitative Aussagen) 2. Welche Entwicklungen sind bezüglich Lebenserwartung, Morbidität und Krankheitsgeschehen absehbar? 3. Welche Chancen sieht die Landesregierung in der medizinischen Entwicklung für die Lebensqualität und Lebenserwartung älterer Menschen? 4. In welchem Umfang spielen Suchterkrankungen bei älteren Menschen eine Rolle?
6. Unterstützende Wohnformen 1. Wie wohnen Seniorinnen und Senioren in Thüringen und wie viel Prozent wohnen in unterstützenden Wohnformen? 2. Welche Standorte werden für das Wohnen im Alter bevorzugt? 3. Wie viele Altenpflegeheime werden in Thüringen betrieben? 4. Wie stellt sich die Entwicklung in den letzten 10 Jahren dar? 5. Wie wird der entsprechende Bedarf prognostiziert? 6. Wie hat sich die Qualität in der stationären Pflege der Seniorinnen und Senioren seit der politischen Wende im Jahr 1989 entwickelt? 7. Wie haben sich die Angebote für ambulantes Wohnen seit dem Jahr 1989 entwickelt? 8. Wie unterstützt die Landesregierung die möglichst lange Erhaltung der Selbständigkeit älterer Menschen? 9. Welche Kosten verursacht das Wohnen im Alter in einem Pflegeheim (differenziert nach Pflegestufen 1, 2, 3) mit den dazu gehörenden Lebenshaltungskosten? 10. Wie viele ältere Menschen in Thüringen beziehen Leistungen für Unterkunft und Heizung nach § 29 SGB XII? (differenziert nach Tabellen- und Pauschalwohngeld) 11. Welche Maßnahmen hat die Landesregierung für die alten- und pflegegerechte Wohnungsberatung vor Ort sowie den notwendigen alterspflege- und behindertengerechten Wohnungsbau durchgeführt, unterstützt, angeleitet? 12. Welche neuen Wohnformen für Seniorinnen und Senioren hält die Thüringer Landesregierung für zukunftsfähig?
7. Mobilität im Alter 1. Wie werden die Mobilitätsbedürfnisse von Seniorinnen und Senioren in Thüringen realisiert? 2. Welche Besonderheiten ergeben sich im Verkehrsverhalten älterer Menschen? 3. Welche besonderen Bedürfnisse haben Seniorinnen und Senioren als Verkehrsteilnehmer? 4. Wie stellt sich die Verkehrsinfrastruktur, insbesondere der ÖPNV, im ländlichen Raum für ältere Menschen dar? 5. Wie hoch sind die Zahlen der im Straßenverkehr verunglückten Seniorinnen und Senioren in den letzten 10 Jahren? (differenziert nach Geschlecht und Verkehrsmittel) 6. Wie viele Verkehrsunfälle werden jährlich von Seniorinnen und Senioren verursacht? 7. Wie wird die Sicherheit älterer Menschen als Fußgänger im öffentlichen Raum verbessert? 8. Wie wird die Aufenthaltsqualität des öffentlichen Raumes nachhaltig verbessert? 9. Wie ist die Verbreitung von Pkw- und Führerscheinbesitz bei Seniorinnen und Senioren und welche Besonderheiten und Auswirkungen hat die Automobilität im Alter? 10. Wie hat sich die Pkw-Nutzung von Seniorinnen und Senioren seit der Herstellung der staatlichen Einheit Deutschlands entwickelt? 11. Wie hat sich die Zahl der Zulassungen von Pkw durch Seniorinnen und Senioren in den letzten 15 Jahren entwickelt?
8. Interessenvertretung von Seniorinnen und Senioren 1. Welche Gremien, Formen der Interessensvertretungen für ältere Menschen gibt es in Thüringen? (nach Landkreisen aufgeschlüsselt) 2. Wie erfolgt deren Förderung? 3. Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit der Landesregierung und wie wird diese eingeschätzt?
9. Lebensgestaltung von Seniorinnen und Senioren 1. Welche Erkenntnisse hat die moderne Altersforschung über die Veränderung im Selbstbild älterer Menschen? 2. Welche Möglichkeiten bestehen, die Lebenssituation älterer Menschen wirkungsvoll zu verbessern?
10. Entwicklungen und Perspektiven des Zusammenlebens 1. Welche Möglichkeiten sieht die Landesregierung, alt gewordenen Menschen mit Behinderungen eine möglichst weitgehende Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft zu gewährleisten? 2. Welche Projekte für generationsübergreifende Angebote und Einrichtungen gibt es in Thüringen? (Förderung von Kultur, Bildung, Freizeit, Sport)
11. Ältere Menschen und ehrenamtliches Engagement 1. Wie viele ältere Menschen sind in Thüringen ehrenamtlich tätig? Angaben aufgliedern nach a) Altersgruppen und b) Geschlecht.
2. In welchen Bereichen sind ältere Personen in Thüringen vorwiegend tätig? Angaben aufgliedern nach a) Geschlecht und b) Tätigkeitsfeldern wie Kultur, Sozialarbeit, Kirchen, Sport, Politik etc.
3. Wie viele ältere Thüringerinnen und Thüringer sind ehrenamtlich in Vereinen tätig? 4. Welche Erkenntnisse hat die Landesregierung über Art und Umfang des ehrenamtlichen Engagements älterer Menschen in Thüringen im Bereich der Kommunalpolitik? 5. Wie schätzt die Landesregierung das noch vorhandene Potential für weiteres ehrenamtliches Engagement älterer Thüringerinnen und Thüringer ein? 6. Welche Vorstellungen, Konzepte oder Pläne hat sie, dieses Potential zu aktivieren? 7. Wie und auf welche Weise wird in Thüringen das ehrenamtliche Engagement von Seniorinnen und Senioren bzw. ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben gefördert? 8. Gibt es Überlegungen der Landesregierung durch gesetzliche Maßnahmen, wie z. Bsp. die weitere Ausdehnung von Unfall- und Haftpflichtversicherung oder Initiativen für steuerliche Erleichterungen, ehrenamtliche Tätigkeiten Älterer stärker als bisher zu fördern? 9. Welche Unterstützung gewährt die Thüringer Ehrenamtsstiftung älteren ehrenamtlich Tätigen in Thüringen? 10. Welche Möglichkeiten sieht die Landesregierung, durch ehrenamtliches Engagement von Seniorinnen und Senioren, den Dialog und die Zusammenarbeit zwischen den Generationen zu verbessern und wie gedenkt sie diese Entwicklung zu unterstützen? 11. Welche Maßnahmen und Projekte intergenerativer Zusammenarbeit sind der Landesregierung in Thüringen bekannt? Werden diese durch die Landesregierung gefördert? Wenn ja, in welcher Weise und in welcher Höhe? 12. Welche Bedeutung misst die Landesregierung den Seniorenvertretungen auf Landes- und kommunaler Ebene zu? 13. Gibt es in Thüringen spezielle Möglichkeiten zur Förderung und Stärkung des ehrenamtlichen Engagements von Frauen? 14. Gibt es in Thüringen spezielle Möglichkeiten zur Förderung und Stärkung des ehrenamtlichen Engagements für ältere Menschen mit Migrationshintergrund?
12. Soziale Netzwerke 1. Wie erfolgt die Stabilisierung sozialer Netzwerke für Seniorinnen und Senioren? (insbesondere bei Alleinstehenden und Pflegebedürftigen) 2. Welche Formen organisierter Nachbarschaftshilfe lassen sich in Thüringen mit dem Schwerpunkt Seniorenförderung beobachten? 3. Wie können informelle, außerfamiliäre Netzwerke generell gefördert werden? 4. Welche konkreten Maßnahmen unternimmt die Landesregierung, um die Solidarität zwischen den Generationen zu fördern?
13. Medizinische Versorgung 1. Wie beurteilt die Landesregierung die gegenwärtige medizinische Versorgung älterer Menschen? 2. Wie erfolgt der Ausbau von bestehenden Angeboten der Gesundheitsförderung und der Prävention? 3. Welche Ansätze können durch die Vernetzung von Rehabilitation und Pflege weiter vorangetrieben werden? 4. Wie sieht die Landesregierung die bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Krankenhausversorgungsstruktur für Seniorinnen und Senioren? 5. Wie werden die Angebote der geriatrischen Akutversorgung und der Rehabilitation sowie der Ganztagspsychiatrie weiter verbessert? 6. Welche Weiterentwicklung in der Gerontologie gibt es? Welche Möglichkeiten des Ausbaus von Beratungsangeboten für Seniorinnen und Senioren und deren Angehörigen gibt es in Thüringen? 7. Wie ist die ambulante ärztliche Versorgung älterer Menschen besonders im ländlichen Raum für die Zukunft gesichert? 8. Sind der Landesregierung Maßnahmen bekannt, dem drohenden Ärztemangel wirksam entgegen zu treten?
14. Pflegerische und vorpflegerische Versorgung 1. Wie stellt sich die pflegerische Versorgung in Thüringen dar? 2. Sind hierbei regionale oder sonstige Unterschiede festzustellen? 3. Wie sind in diesem Zusammenhang die von der Landesregierung geförderten Investitionsmaßnahmen zu bewerten? 4. In welchen Landkreisen und kreisfreien Städten gibt es gegenwärtig Altenhilfepläne und wann wurden diese beschlossen? 5. In welchen Landkreisen und kreisfreien Städten, die noch keinen Altenhilfeplan haben, wird an solchen Dokumenten gearbeitet? 6. Welche Unterstützung hat die Landesregierung bisher der Altenhilfeplanung in den Kommunen gegeben? 7. Welche Maßnahmen plant die Landesregierung, um die gesellschaftliche Anerkennung von Pflegetätigkeit zu erhöhen? 8. Welche Fördermaßnahmen sind geplant, um die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf zu stärken? 9. Wie ist in den unterschiedlichen Versorgungsbereichen die Betreuung und Pflege psychisch kranker und altersverwirrter Menschen sichergestellt und welche quantitativen und qualitativen Mängel sind in den einzelnen Versorgungsbereichen ggf. festgestellt? 10. Welche Einflussmöglichkeiten zur Verbesserung der Situation hat das Land? 11. Wie ist die Lebenssituation Demenzerkrankter zu beurteilen? 12. Welche Maßnahmen gibt es im ambulanten Bereich? 13. Wie bewertet die Landesregierung die Zusammenarbeit von Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern und Rehabilitationseinrichtungen in Thüringen und welche Verbesserungen müssen erfolgen? 14. Welchen Stellenwert hat der Verbraucherschutz in diesem Bereich und wie werden auch hier Ergebnisse umgesetzt? 15. Wie kann dem Wunsch älterer Menschen nach einem möglichst langen Verbleib in der eigenen Wohnung durch Maßnahmen der Wohnraumanpassung entsprochen werden? 16. Welche Angaben können derzeit über den Stand der Versorgung im Betreuten Wohnen getroffen werden? 17. Welche regionalen und angebotsbezogenen Unterschiede – Differenzen gibt es? 18. Wie stellt sich die Situation von Menschen mit Behinderung in der Eingliederungshilfe nach dem 65. Lebensjahr dar? 19. Sind der Landesregierung Fälle von Fehlpflege in den Jahren 2005 und 2006 bekannt und wenn ja, was wurde von Seiten der Heimaufsicht unternommen, um Missstände für die Zukunft zu vermeiden?
15. Altenpflegeausbildung 1. Welche Maßnahmen sind erforderlich, um auch zukünftig eine in qualitativer und quantitativer Hinsicht anforderungsgerechte Altenpflegeausbildung sicherzustellen? 2. Welchen Handlungsbedarf sieht die Landesregierung im niederschwelligen Ausbildungsbereich?
16. Sterben in Würde 1. Welche Bedingungen zum Sterben in Würde sind geschaffen worden und welche Maßnahmen müssten noch ergriffen werden? 2. Welche Möglichkeiten und Angebote zum Ausbau der Sterbebegleitung gibt es? 3. Wie haben sich die Bedingungen für die Hospizarbeit in den letzten 10 Jahren entwickelt? 4. Welche Rolle spielen die Hospizdienste in Thüringen und welche Funktion haben sie? 5. Wie erfolgt die fachliche Qualifikation und Begleitung der in Hospizarbeit tätigen Ehrenamtlichen? 6. Wie hat sich die palliativmedizinische Versorgung in den letzten 10 Jahren entwickelt?
17. Freie Wohlfahrtspflege 1. Welche Rolle und Bedeutung wird der Freien Wohlfahrtspflege für Seniorinnen und Senioren zuteil? 2. Wie bringen Seniorinnen und Senioren sich selbst in die Tätigkeitsbereiche der Freien Wohlfahrtspflege ein?
18. Freizeit, Reisen, Sport 1. Welche Erkenntnisse hat die Landesregierung über das Freizeit- und Reiseverhalten von Seniorinnen und Senioren in Thüringen? 2. Welche Möglichkeiten gibt es in Thüringen für seniorengerechtes Reisen? 3. Welche Möglichkeiten haben Hilfe- und Pflegebedürftige in diesem Bereich? 4. Welchen Stellenwert räumt die Landesregierung der Förderung der Altenerholung ein? 5. Welche Rolle kommt der Mediennutzung bei Seniorinnen und Senioren zu? (alte und neue Medien) 6. Wie viele Seniorinnen und Senioren sind in Sportvereinen organisiert? 7. Welche Möglichkeiten gibt es derzeitig für Seniorinnen und Senioren insbesondere für den altersgerechten Sport? 8. Welche Konzepte haben die Sportorganisationen in Hinblick auf die demografische Entwicklung für den Seniorensport entwickelt? 9. Liegen Informationen vor, wie viele Seniorinnen und Senioren sich in Sportvereinen ehrenamtlich, z. Bsp. als Übungsleiterin und Übungsleiter, engagieren? 10. Welchen Stellenwert haben die traditionellen Altentages- und sonstigen Begegnungsstätten in Thüringen?
19. Bildung, Wissenschaft und Forschung 1. Wie werden Kinder und Jugendliche mit den Themen „Alter, älter werden“ und „Umgang mit Senioren“ vertraut gemacht? 2. Inwiefern befassen sich die Thüringer Lehrpläne mit diesen Themen? 3. Welche Maßnahmen werden ergriffen, um die Belastungsfähigkeit der älteren Lehrkräfte zu erhalten und ggf. zu stärken? 4. Wie stellen sich die verschiedenen Einrichtungen des Thüringer Bildungswesens (einschließlich der Erwachsenenbildung) auf die Herausforderungen des lebenslangen Lernens ein? 5. Welche Rolle spielen Seniorinnen und Senioren in den Hochschulen als Studierende und als Nutzerinnen und Nutzer von Weiterbildungsangeboten der Hochschulen? 6. Welche Studiengänge werden Seniorinnen und Senioren von Thüringer Hochschulen angeboten und wie nehmen Seniorinnen und Senioren diese an? 7. Welche Bedeutung misst die Landesregierung den Möglichkeiten eines Seniorenstudiums bei und wie gedenkt sie, die Bedingungen für ein solches Studium an Veränderungen (auch demografische) anzupassen? 8. Welche Beiträge liefern Thüringer Hochschulen zur Altersforschung? 9. Welche Lücken sind im Bereich der Altersforschung erkennbar? 10. Wie gestaltet sich die offene Altenarbeit in Thüringen?
20. Kultur 1. Welche kulturellen Angebote für Seniorinnen und Senioren gibt es und wie stellt sich die Situation in den Städten und ländlichen Regionen dar? (Strukturen einer aktivierenden Seniorenpolitik im kulturellen Bereich) 2. In welchen kulturellen Bereichen sind Seniorinnen und Senioren vor allem selbst aktiv und wie bereichern sie mit ihren Angeboten das Zusammenleben in unserer Gesellschaft?
21. Sicherheit 1. Wie viele Seniorinnen und Senioren werden jährlich Opfer einer Straftat? 2. Welche Maßnahmen gibt es oder sind in Planung, die auf die spezifischen Sicherheitsbedürfnisse älterer Menschen abstellen? 3. Wie bewertet die Landesregierung die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Gremien der Seniorenvertretung?
22. Medien 1. Welche qualifizierten Angebote für Seniorinnen und Senioren gibt es in den klassischen Medien, wie stellt sich das Konsumverhalten dar? 2. Welche qualifizierten Angebote gibt es in den neuen Medien, wie stellt sich das Konsumverhalten dar? 3. Wird ein Bedarf an weitergehenden Angeboten gesehen? 4. Welche Möglichkeiten gibt es für Seniorinnen und Senioren selbst aktiv an Medienangeboten mitzuwirken?
23. Medienkompetenz 1. Wie schätzt die Landesregierung den Umgang älterer Menschen mit modernen Medien ein? 2. Welche Medienkompetenz besitzen ältere Menschen? 3. Welche altersgruppen- und geschlechtsspezifischen Unterschiede gibt es? 4. Welche Erfahrungen im Umgang mit neuen Medien gibt es in Ballungsräumen und im ländlichen Bereich? 5. Welche Partner gibt es in Thüringen zur Stärkung der Medienkompetenz älterer Menschen? 6. Welche Perspektiven sieht die Landesregierung im Bereich der innerbetrieblichen Weiterbildung, Gestaltung der Arbeitsbedingungen, Ausbau vorhandener Qualifizierungsangebote? 7. Welche Bedeutung misst die Landesregierung dem Konzept des lebenslangen Lernens zur Verbesserung und Entwicklung der Medienkompetenz älterer Menschen bei?
24. Ruhestand und Alter 1. Welche Erkenntnisse hat die Landesregierung über Probleme, die beim abrupten Übergang vom Berufsleben in den Ruhestand in wirtschaftlicher, sozialer, gesundheitlicher, psychischer und sonstiger Hinsicht auftreten? Gibt es dazu Erkenntnisse über geschlechtsspezifische Unterschiede? 2. Gibt es in Thüringen Angebote zur Vorbereitung auf Ruhestand und Alter und wenn ja, welche? Werden diese von der Landesregierung unterstützt und wenn ja, wie? 3. Wie beurteilt die Landesregierung in dieser Hinsicht die Bedeutung von flexiblen Regelungen bezüglich des Ausscheidens aus dem Berufsleben, Vorruhestandsregelungen und sonstigen Möglichkeiten des gleitenden Überganges vom Erwerbsleben in den Ruhestand? 4. Wie hoch ist die Anzahl und der Anteil der berufstätigen Menschen in Thüringen, die vor Erreichen des 65. Lebensjahres aus der Erwerbstätigkeit ausscheiden? 5. Wie hoch ist Anzahl und Anteil der Seniorinnen und Senioren, die trotz Erreichen des 65. Lebensjahres weiter berufstätig sind und in welchen Bereichen ist das vorwiegend der Fall? 6. Welche Möglichkeiten haben ältere Menschen in Thüringen, a) sich fort- und weiterzubilden? b) ihre Erfahrungen, Erkenntnisse und Fähigkeiten an jüngere Menschen weiter zu geben?
7. Sind der Landesregierung Beispiele in Thüringer Betrieben oder Verwaltungen bekannt, in denen auch nach dem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben die beruflichen Kenntnisse und Erfahrungen ehemaliger Beschäftigter weiterhin genutzt werden? 8. Welche Möglichkeiten sieht die Landesregierung, sog. „junge Alte“ – auch Personen, die sich beispielsweise im Vorruhestand oder in Altersteilzeitmodellen befinden – noch mehr als bisher zur Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung im Rahmen ehrenamtlichen Engagements zu motivieren?
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