Dokumentensammlung >>
www.mdl-panse.de >>
Presse >>
Archiv
Michael Panse weist Kritik an der SPD-Fraktion an Thüringens katholischem Bischof zurück
22.05.2007
Es gibt keinen "Normalfall" bei der Betreuung kleiner Kinder
Erfurt – Der sozialpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Michael Panse, hat Kritik der SPD-Abgeordneten Antje Ehrlich-Strathausen an Thüringens katholischem Bischof Wanke mit deutlichen Worten zurückgewiesen. „Ideologischer Eifer ersetzt kein genaues Zuhören und Nachlesen“, sagte Panse. In der Frage, wie Eltern ihre kleinen Kinder betreuen, hat nach seiner Überzeugung niemand das Recht einen „Normalfall“ zu definieren. Das habe der Bischof auch nicht getan, sondern sich ausschließlich gegen Versuche gewandt, die berufstätige junge Mutter zu eben diesem Normalfall zu erklären.
Für Panse ist der einzig richtige Weg, Eltern selbst entscheiden zu lassen, in welchen Formen sie ihre kleinen Kinder betreuen wollen. „Von einer längeren oder kürzeren Familienzeit eines Elternteils bis zu einer kaum unterbrochenen Berufstätigkeit ist vieles üblich und nicht selten durch die wirtschaftlichen Zwänge junger Familien bestimmt. Hier hat der Staat sich nicht zum Schiedsrichter aufzuschwingen und den einen oder anderen Weg bevorzugt zu fördern.“ Wenn Wanke seine Zuhörer dazu auffordere, sich am Wohl des Kindes zu orientieren und Familien nicht zu einem einheitlichen Modell der Betreuung zu drängen, so treffe dies genau die Überzeugung der CDU. „Normal ist das bestmögliche für das Kind, sonst nichts“, Panse pointiert.
Zugleich wies der Sozialfachmann Behauptungen von Ehrlich-Strathausen zur Kindergartenfinanzierung als „schlicht falsch“ zurück. Die Politikerin hatte behauptet, der Landeszuschuss für die Kindertagesstätten sei um 40 Mio. € gekürzt worden. „Richtig ist, dass sich der Finanzierungsweg geändert hat. Von den 38 Mio. € die als Thüringer Erziehungsgeld an die Eltern gezahlt werden, fließen knapp 80 % an die Krippen und Kindergärten. Das sind rund 30 Mio. €“, stellte Panse klar. Durch diesen Weg werde die Position der Eltern und ihre Wahlfreiheit gestärkt.
|