Titel der Seite mit Bild von Michael Panse, MdL und Logo der Fraktion der CDU im Thüringer Landtag, sowie Leitmotiv: Michael Panse, Ihr Landtagsabgeordneter für Erfurt
Start | Dokumente | Reden | Termine | CDU | Presse | Fotos | Privates | Kontakt
Dokumentensammlung
>> www.mdl-panse.de >> Dokumente >> Archiv

Kleine Anfrage: Modellprojekt „Ability“ zur Berufsorientierung

 06.06.2007 

A n t w o r t des Ministers

Seit Oktober 203 gibt es in Verantwortung der Landesvereinigung kulturelle Jugendbildung (LKJ) Thüringen e.V. das Modellprojekt „Ability“. Das mit Unterstützung des Thüringer Kultusministeriums aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds geförderte Projekt endet im Juli 2007. „Ability“ soll an Regelschulen ein erster Baustein zur beruflichen Orientierung von Schülerinnen und Schülern sein, sowie soziale und kulturelle Kompetenzen fördern.

Ich frage die Landesregierung:
1. Wie viele Schülerinnen und Schüler waren an welchen Standorten an „Ability“ beteiligt?
2. Wie bewertet die Landesregierung die Umsetzung der Projektziele?
3. Gab es zum Projekt eine Evaluation, falls ja, mit welchem Ergebnis?
4. Soll das Projekt „Ability“ nach Juli 2007 fortgeführt werden, falls ja, mit welcher Finanzierung und welchen fachlichen Inhalten?

Michael Panse, 24.4.2007

Das Thüringer Kultusministerium hat die Kleine Anfrage namens der Landesregierung mit Schreiben vom 5. Juni 2007 wie folgt beantwortet:
Zu 1.: Das Projekt wurde seit 2003 an 34 Thüringer Schulen durchgeführt, wobei sich an den Standorten Bad Langensalza, Erfurt, Jena und Weimar mehrere Schulen beteiligten. Insgesamt nahmen am Projekt 868 Schülerinnen und Schüler teil. Eine entsprechende Auflistung nach Standorten ist in der Anlage beigefügt.

Zu 2.: Im Rahmen einer längerfristigen Strategie stützt sich die Berufswahlvorbereitung an Thüringer allgemein bildenden Schulen im Wesentlichen auf drei Säulen: auf den Thüringer Berufswahlpass, auf Maßnahmen zum Praxiserleben von Ausbildungs- und Arbeitswelt für Schülerinnen und Schüler und im Rahmen der Qualitätssicherung auf das Qualitätssiegel "Berufswahlfreundliche Schule". In dieses System fügt sich das Projekt ein. Kennzeichnend für das Projekt "Ability" ist die Verknüpfung von beruflicher Orientierung mit kreativen Methoden. Durch spezifische Instrumente - in erster Linie spiel- und theaterpädagogische Methoden und die Methode der Zukunftswerkstatt - können Schülerinnen und Schüler auch für Fragen der Berufs- und Studienwahlvorbereitung und damit der Lebensplanung erreicht werden, die mit klassischen Methoden nur schwer angesprochen werden können. Das Projekt und die Erreichung der Ziele werden daher als äußerst positiv bewertet. Durch die Angebote zur Fortbildung von Lehrerinnen und Lehrern in Zusammenarbeit mit dem Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien wurde ein wichtiger Beitrag zur Sicherung der Nachhaltigkeit über die gesamte Projektphase erreicht.

Zu 3.: Ja, im Rahmen des Projektes "Koordinationsstelle Schule-Wirtschaft Thüringen" wurde ein Evaluationsbogen zur Beurteilung der berufswahlvorbereitenden Projekte für alle allgemein bildenden Schulen in Thüringen erstellt. Die Ergebnisse der Befragungen (parallel auch Schülerbefragungen) werden derzeit ausgewertet. Ergänzend wurde für das Projekt "Ability" eine eigene Evaluation in Zusammenarbeit mit der Friedrich- Schiller-Universität Jena begonnen. Die Ergebnisse sollen in Kürze vorgestellt werden.

Zu 4.: Die Finanzierung des Projektes "Ability" aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Thüringer Kultusministeriums läuft zum 31. Juli 2007 aus. Damit wird auch die Modellphase in dieser Form beendet sein. Die Mittel aus der zu erwartenden Richtlinie über die Gewährung von Zuschüssen aus Mitteln des ESF und/ oder des Freistaats Thüringen zur Förderung praxisnaher Berufsorientierung und -vorbereitung in der neuen Förderperiode 2007 bis 2013 werden nach derzeitigem Kenntnisstand nicht vor Herbst 2007 zur Verfügung stehen. Derzeit besteht die Möglichkeit, aus Restmitteln in zeitlich und finanziell begrenztem Umfang einzelne Projekte zu fördern. Der Projektträger hat dazu ein Konzept vorgestellt. Nach Antragstellung kann hierüber kurzfristig entschieden werden. Grundsätzlich ist eine Fortführung von Projekten aus Mitteln des ESF in der Förderperiode von 2007 bis 2013 möglich, sofern die haushaltsrechtlichen Voraussetzungen dafür erfüllt sind. Das Thüringer Kultusministerium hat zusammen mit dem Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Arbeit das dafür Erforderliche zwischenzeitlich veranlasst. Für die langfristige Planung ab 2008 wurde in einem Gespräch bereits eine erste Projektskizze erörtert, die Erfahrungen des bisherigen Projektes aufgreift und zugleich eine deutliche Weiterentwicklung darstellt. Beispielsweise ist vorgesehen, neben der Stärkung der sozialen Kompetenzen ein Modul zur Lebenswegplanung sowie eine Bewerbungs- und Geschäftssimulation anzubieten. Die Module sollen so entwickelt werden, dass sie insbesondere auch der verstärkten Nachfrage der Gymnasien Rechnung tragen.

Prof. Dr. Goebel, Minister

Anlage


Standorte/ Kooperationsschulen Teilnehmer


1 Staatliche Regelschule „Gebrüder - Reichenbach -Schule“ Altenburg 14


2 Staatliche Regelschule „Unstruttal“ Ammern 15


3 Staatliche Regelschule Bickenriede Anrode 15


4 Staatliche Regelschule Aschara 20


5 Staatliche Regelschule „Hufelandschule“ Bad Langensalza 68


6 Staatliches Förderzentrum Bad Langensalza 13


7 Staatliche Regelschule „Wiebeckschule“ Bad Langensalza 61


8 Staatliche Regelschule „Novalisschule“ Bad Tennstedt 13


9 Staatliche Regelschule Lindenberg/Eichsfeld Berlingerrode 12


10 Förderzentrum „Marianne Frostig“ Dorndorf 37


11 Förderzentrum Nord Erfurt 19


12 Staatliche Regelschule „Thomas Mann“ Erfurt 22


13 Staatliche Regelschule 25 Erfurt 13


14 Staatliche Regelschule 20 Erfurt 16


15 Förderzentrum Schwerpunkt Hören Erfurt


16 Cool Projekt – Schule am andern Ort Erfurt 10


17 Staatliche Regelschule „Geratal“ Geraberg 62


18 Staatliche Regelschule „Andreas Reyher“ Gotha 13


19 Staatliche Regelschule Gräfinau-Angstedt 32


20 Staatliche Regelschule Greiz-Pohlitz 17


21 Integrierte Gesamtschule „Grete Unrein“ Jena 19


22 Staatliche Regelschule Winzerla Jena 14


23 Staatliche Regelschule „Wilhelm Hey“ Ichtershausen 19


24 Freie Fröbelschule Keilhau 27


25 Staatliche Regelschule „Petrischule“ Mühlhausen 11


26 Staatliche Regelschule „Prof. Herman Anders Krüger“ Neudietendorf 39


27 Staatliche Regelschule „ImPULS- Schule“ Schmiedefeld 52


28 Staatliche Regelschule „Ch. G. Salzmann“ Sömmerda 28


29 Staatliche Regelschule Tonna 11


30 Staatliche Regelschule Trusetal 45


31 Staatliche Regelschule Waltershausen 31


32 Staatliche Regelschule „Nessetalschule“ Warza 45


33 Staatliche Regelschule „Parkschule“ Weimar 47


34 Staatliches regionales Förderzentrum „Herderschule“ Weimar 8


gesamt 868



 


(c) 2005 Michael Panse, MdL Impressum | Zum Seitenanfang