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Sozialarbeitskreis der CDU-Landtagsfraktion informiert sich in Kinderschutzambulanz Regelmäßige und kontrollierte Vorsorge entscheidender Beitrag

 04.03.2008 

Jena – Verbindliche und kontrollierte Vorsorgeuntersuchungen sind ein wesentlicher Beitrag zum Schutz von Kindern vor Misshandlungen, Missbrauch und Vernachlässigung. Genauso wichtig ist die enge Zusammenarbeit von Ärzten und Jugendämtern. Dieses Fazit zog der Arbeitskreis für Soziales, Familie und Gesundheit der CDU-Landtagsfraktion nach seinem heutigen Besuch bei der Thüringer Ambulanz für Kinderschutz (TAKS) am Universitätsklinikum Jena. Die Abgeordneten informierten sich im Gespräch mit der Direktorin der Klinik für Kinderchirurgie, Prof. Dr. Felicitas Eckoldt, über die Arbeit der Einrichtung.

Die TAKS wurde zum 1. Juni 2006 als interdisziplinäre zentrale Anlaufstelle für Ärzte, Mitarbeiter von Kinderschutzinstitutionen und der Polizei gegründet. Die Ambulanz klärt Verdachtsfälle, kann Kindern und Jugendlichen schnell und umfassend helfen, sichert durch die Beteiligung der Rechtsmedizin aber auch Beweise. Die Fachleute gehen nach Angaben des sozialpolitischen Sprechers der Fraktion, Michael Panse, nicht von einer Zunahme der Misshandlungsfälle aus. Das Thema stehe zurzeit allerdings besonders im Fokus der Öffentlichkeit.

Wie Panse sagte, „verzeichnet die TAKS die meisten Misshandlungsfälle bei Säuglingen. Am häufigsten kommen Hinweise und Anfragen von Jugendämtern aus ganz Thüringen. Dies belegt, dass die Ämter sehr gewissenhaft arbeiten. Unsere Auffassung, regelmäßige Untersuchungen verbindlich vorzuschreiben und ihre Einhaltung zu kontrollieren, wird in der Ambulanz geteilt. Auch unsere Forderung nach einer engen Vernetzung von Ärzten und Jugendämtern wird unterstützt. Die CDU-Fraktion begrüßt die Initiative für zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen, um die Intervalle enger zu fassen“, so der Politiker wörtlich.

Die jugendpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion, Beate Meißner, lobte das Engagement der beteiligten Mitarbeiter, „die mit der TAKS ein landesweit anerkanntes und im letzten Jahr 94 mal in Anspruch genommenes Kompetenzzentrum geschaffen habe. Verdachtsmomente können dadurch besonders sachkundig geklärt werden. Die Einrichtung ist ein entscheidender Baustein für ein Frühwarnsystem zum Schutz von Kindern vor körperlicher und seelischer Gewalt“, sagte Meißner.


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