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Pflegestützpunkte: Thüringer CDU- Abgeordneter bekräftigt Position zum Modellprojekt Beratungsstellen
31.03.2008
Zur möglichen Etablierung von zusätzliche Pflegestützpunkte im Rahmen der Pflegereform erklären Michael Panse, sozialpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag und Cornelia Albrecht, Landesbeauftragte des Bundsverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) im Anschluss an ein Fachgespräch:
„Wir beurteilen den Bedarf durchaus skeptisch. Zur Vermeidung von Doppelstrukturen müssen alle Beteiligten vor Ort entscheiden, in wie weit sie diese Beratungsstellen kompetent und allumfassend ausgestalten wollen. Allerdings muss ihnen auch klar sein, dass es sich lediglich um eine modellhafte Anschubfinanzierung des Bundes handelt, die danach aus eigenen Mitteln weitergeführt werden muss.“
Thüringen gehört zu den Bundesländern, in denen bereits jetzt anhand von Modelleinrichtungen, hier in der Stadt Jena unter wissenschaftlicher Begleitung des Georg- Streiter- Institutes an der Fachhochschule Jena, eine neue Form der „Beratung rund um die Pflege“ getestet werden soll. Mit Blick auf das durch die Pflegereform eingeführte Modellprojekt, welches jetzt in Jena umgesetzt werden soll, fordert Panse das Sozialministerium, die Träger, Leistungserbringer, Kommunen und Betroffenenverbände wie die Seniorenvertretungen auf, den tatsächlichen Bedarf herauszufinden und zu klären.
„Die Erfahrungen und das fachliche Know how der bestehenden Beratungen sollten auf jeden Fall bei der Installierung des Modellvorhabens in Jena mit einbezogen werden. Dazu zählen unter anderem auch die landesweiten Pflegeberatungen, die insbesondere durch Pflegedienste mit einer besonderen Beraterausbildung durchgeführt werden. Bereits erworbene Erkenntnisse sollten genutzt und durch die neutrale Anlaufstelle „Modellstützpunkt“ in Jena fachkompetent und professionell koordiniert werden“ sagt Albrecht.“
Panse und Albrecht vereinbarten einen regelmäßigen Gedankenaustausch um die bestehenden Angebote stärker in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken. Zugleich sollen Chancen der privaten Anbietern in der Pflege, aber künftig auch in anderen sozialen Feldern, diskutiert werden. Panse dazu: „Private Anbieter bereichern die Angebotsvielfalt im Pflegebereich seit vielen Jahren. Qualitätsstandarts werden ebenso wie bei anderen Trägern eingehalten und umfänglich kontrolliert. Bedenken bei einer Ausweitung der Aufgabenbereiche auf Kindertageseinrichtungen könnte dies anders sein entbehren jeder Grundlage.“ Der Bundesverband der privaten Anbieter vertritt aktuell bundesweit die Interessen von mehr als 5.300 privaten Pflegeeinrichtungen.
Für Rückfragen: Cornelia Albrecht, Landesbeauftragte, Tel.: 03 61 / 6 53 86 88.
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