Titel der Seite mit Bild von Michael Panse, MdL und Logo der Fraktion der CDU im Thüringer Landtag, sowie Leitmotiv: Michael Panse, Ihr Landtagsabgeordneter für Erfurt
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Michael Panse: Kita-Umfrage der SPD wirft Fragen auf - Will die SPD das Thüringer Elterngeld streichen?

 18.07.2008 

Erfurt - „Das Thüringer Erziehungsgeld und garantierte Kindergartenplätze mit qualifiziertem Fachpersonal gehören in Thüringen zusammen“. Das hat der sozialpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Michael Panse, zu heute von der SPD veröffentlichten Umfragedaten zur frühkindlichen Betreuung gesagt. Die SPD stellt nach seinen Worten „Scheinalternativen zur Debatte und sucht damit ganz offensichtlich nach einer Begründung für die von ihr geplante Abschaffung des Thüringer Erziehungsgeldes“, so Panse. Damit werde immer klarer, dass sie allen Eltern in die Tasche greifen will, die ihre Kinder zu Hause erziehen. Durch den Geschwisterbons - ab dem 2. Kind werden mehr als 150 € monatlich gezahlt - träfe dies rund die Hälfte aller Familien mit kleinen Kindern.


Wie der Sozialpolitiker sagte, erhalten schon heute alle Eltern für ihre Kinder im zweiten Lebensjahr einen Kita-Platz, wenn sie ihn benötigen. Jedes dritte Kind dieser Altersgruppe werde bereits in einer Tageseinrichtungen oder Tagespflege betreut. Panse verwies ergänzend auf die steigende Tendenz, die sich aus der größeren Arbeitskräftenachfrage ergebe. Scharf wandte er sich dagegen, das Erziehungsgeld gegen die Kitastruktur auszuspielen. „Beides sind Säulen der Wahlfreiheit. Wir werden die Eltern auch in Zukunft nicht bevormunden. Wenn wir den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz auch formal senken sollten, werden wir auch den Anspruch auf das Erziehungsgeld anpassen“, so der CDU-Abgeordnete.


Unverständlich ist für Panse auch, warum die SPD die Bürger vor die Wahl zwischen niedrigeren Kita-Gebühren und besser ausgebildetem Personal stellen will. Die Kita-Gebühren lägen in der Hand der Kommunen, und Thüringen verfüge bereits über ausgezeichnet qualifiziertes Kita-Personal. „Rund 94 % der Erzieherinnen verfügen über einen Fachschulabschluss. Das sind 22 % mehr als im Bundesdurchschnitt. Mit dem berufsbegleitenden Bachelor-Studiengang `Bildung und Erziehung von Kindern´ ist eine passgenaue Fortbildungsmöglichkeit geschaffen worden“, sagte Panse. Das Fachkräftegebot sein im Kita-Gesetz verankert.


Ganz im Zeichen der weiteren Qualitätsverbesserung steht nach seinen Worten auch der Bildungsplan für Kinder bis 10, der im September überall verbindlich eingeführt wird. „Wir prüfen, ob Veränderungen beim Betreuungsschlüssel vorgenommen werden müssen, um dieses Instrument optimal zu nutzen“, erklärte der Sozialpolitiker und fügte abschließend hinzu: „Eltern und ihre Kinder finden in Thüringen Voraussetzungen, die ihresgleichen suchen, und sie werden in ihrer Freiheit gestärkt, dieses breite Instrumentarium zu nutzen. Die SPD-Umfrage nährt leider den Verdacht, dass die Wahlmöglichkeiten eingeschränkt werden sollen.“


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